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Ein Monat USA, 1 1/2 Wochen Schule

Schreibfaulheit beendet, hier der naechste Eintrag (*Jubelchoere jetzt*).

Ich bin jetzt seit etwas mehr als einem Monat in den USA. Eiegentlich sollte ich ja jetzt einen kurzen Rueckblick schreiben - aber das waere erstens nach einem Monat irgendwie seltsam und zweitens koennt ihr ja gerne alles nachlesen. Es geht mir jedenfalls weiterhin gut und ich habe auch jetzt kein Heimweh. (Das ueberrascht mich positiv - aber vielleicht verdraenge ich es auch nur. Was allerdings hiesse, dass es nicht so stark sein kann.) Und die Amerikaner begegnen mir weiterhin als ein unglaublich freundliches, hoefliches und hilfsbereites Volk.

Ausserdem hatte ich jetzt die ersten eineinhalb Wochen Schule. Mit dem andauerndem Wechseln der Klassen komme ich gut zurecht. Aber nur 4 Minuten Pause ist trotzdem ein Wahnsinn, weil ein normaler Mensch ja auch gerne mal in der Zwischenzeit mit jemandem reden und nicht nur von Raum zu Raum rennen mag. Hier wird's Zeit, dass ich einmal ueber die Schule hier an sich schreibe. Die Lehrer nehmen die Schule wesentlich wichtiger als bei uns. Im Positiven wie im Negativen. Aufgaben sind ihnen zwar heilig und sie koennen Faulheit nicht leiden - aber sie selbst sind viel fleissiger als die unseren. (Ich schreibe hier jetzt nur vom Durschnittslehrer, es gibt ueberall bessere und schlechtere.) Sie betrachten es als ihre Aufgabe, dass die Schueler genug lernen, um die Klasse zu bestehen. Ihr Vertrag sieht vor, dass sie MINDESTENS von 7:20 bos 15:20 in der Schule bleiben - wobei die Schule an sich von 7:55 bis 14:50 dauert. Die meisten allerdings kommen frueher und bleiben laenger. So etwa von 7 bis 16 Uhr. Und zwar nicht nur, um ihre Sachen zu erledigen (auch sie haben all den Papierkram und die Korregierarbeiten mu die Ohren), sondern um Schuelern, die etwas nicht verstanden haben, (kostenlos) Nachhilfe zu geben. Eine Lehrerin hat sogar angeboten, bei vorheriger Bitte schon um 6 in der Frueh in die Schule zu kommen, wenn wer Schwierigkeiten hat! "Auspufflehrer" gibt es hier quasi nicht.

Wie hoch die Anforderungen sind? Man muss mindestens 65% erreichen, um zu bestehen. Ausserdem gibt es hier bis zu einem Test in eineinhalb Wochen in einem Fach. Ich weiss, das klingt jetzt schrecklich - aber es ist eigentlich besser als bei uns. Weil dadurch ja weniger Stoff zusammenkommt, man schneller merkt, wenn Luecken entstehen und einem ein schlechter Tag nicht alles z'ammhaut.

Klassengemeinschaft gibt es zwar weniger - aber das hatte ich auch in meiner alten Klasse nicht wirklich. Weil ja auch in A nicht jeder jeden mag. Hier gibt es den grossen Vorteil, dass ich viel mehr Leute kennen lerne. Eigentlich sachon kennen helernt habe. Andrew zB wohnt in der selben Gasse wie ich und ist ziemlich nett. Devin spielt gerne Schach und zeigt mir Parkour. Das ist ein ziemlich cooler Sport. (Wer wissen will, wie es aussieht, wenn man ihn gut kann: www.youtube.com und dort gebt dann "urban renegade" ein. Das erste von oben.) Beide sind in meiner Health-Klasse.

Das Essen in der Schule ist ok. Es kostet 2 Dollar - am ersten Tag war ich ueberzeugt, die 2 Dollarnoten haetten besser geschmeckt. Nur leider nicht satt gemacht. Aber da man immer zwischen verschiedenen Sachen auswaehlen kann, schmeckt mir seither auch das Schulessen (in entsprechender Qualitaet...) einigermassen gut. Das einzige, was hier wirklich schlecht ist, ist der Kaffee! Der ist eine lasche Suppe und es wuerde mich nicht einmal wundern, wenn sich herausstellen wuerde, dass sie Schmieroel als Bohnenersatz verwenden...

Mit meinem Englisch komme ich auch in der Schule gut zurecht - und die Lehrer sind was das betrifft zum Glueck nett und geduldig. Und ich habe mich schon so daran gewoehnt, dass es bei meinem letzten AFS-Treffen eine richtige Umstellung war, mit den Oesterreichern und Deutschen Deutsch zu reden. Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen.

Das bisher traumhafte Wetter wandelt sich leider langsam aber sich in Richtung a****kalt, ist aber weiterhin tendenziell gut. Ausserdem war heute die Goldene Hochzeit von Matt's Eltern. WOW, lange Zeit! Die Familie hat einen recht engen Kontakt und ist echt witzig (und fast so verfressen wie die meine - wunderful!)

So, und jetzt bin ich muede (habe die letzte dreiviertel Stunde mit diesem Buchstabensalat verbracht...) und hoere auf.

PS: Ich weiss nicht, wie oft ich in der nechsten Zeit zum Schreiben komme - bitte um Geduld, auch wenn des dauert.

PPS: Danke fuer die Geburtstagswuensche! Haben mich sehr gefreut!

11 Kommentare 16.9.07 06:14, kommentieren

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